Der heutige Wohnplatz „Forsthof Zachow“ nahe Usadel geht auf einen Mühlenstandort zurück. Hier war in der Mitte des 18. Jahrhundert eine Papiermühle entstanden, die aber erst richtig in Schwung kam, als Carl Moses Lemelson (1747–1829), ein herzoglicher Schutzjude, 1802 die Konzession erhielt. Er ließ eine Reihe Gebäude errichten und beschäftigte zeitweise bis zu 50 Arbeiter, so dass die Wanzkaer Papiermühle zu einer der leistungsfähigsten historischen Industriestätten in Mecklenburg–Strelitz gezählt werden kann. Es wurde so viel handgeschöpftes Papier produziert, dass sogar in die Nachbarländer (Preußen, Mecklenburg–Schwerin u.a. ) verkauft werden konnte. Bis 1861 blieb die Papiermühle im Besitz der Familie Lemelson. Das alte Handwerk des Papierschöpfens konnte mit der modernen maschinengestützten Papierherstellung nicht mehr konkurrieren. 1906 kaufte die großherzogliche Kammer die Mühle auf, ließ die alten Gebäude abreißen und auf dem Gelände eine Försterei errichten. Heute ist von den Mühlenanlagen kaum noch etwas zu erahnen, aber die kleine Denkmalsanlage (Denkmale), welche die drei Kinder der Lemelsons „Den lieben Eltern“ widmeten, ist durch Bürger der Gemeinde Zachow wieder hergerichtet worden. Auf dem Stein sind die Lebensdaten des erfolgreichen „Erbherrn aus der Papierfabrik Wantzka“ und die seiner Ehefrau verzeichnet.

Wer auf dem Wanderweg Usadel – Zachow unterwegs ist, kann sich hier an der Brücke über den Nonnenbach des Schicksals der alten Wassermühle erinnern und die kleine Andachtsstätte besuchen. Gleich gegenüber dem Ortseingangsschild führt ein unauffälliger Fußweg Richtung Nonnenbach. Nach wenigen Metern ist das mit Feldsteinen umrahmte und mit sechs Linden und dem Gedenkstein bestandene Rondell zu finden.