Von den vielen Wassermühlen, die der Lindebach antrieb, gehört diese zu den bedeutendsten. Im Neubrandenburger Lindetal gelegen, besaß sie mehrere „Schwestern“ – die Heidmühle, die Vorderste Mühle, die Mittelste Mühle und die Papiermühle.

Ihre Entstehung lag in der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg, denn dieser hatte sie zerstört. Sie blieb in städtischem Besitz, wurde wieder aufgebaut, brannte aber noch mehrmals ab, zuletzt im Jahr 1978. Da wurde sie allerdings schon nicht mehr als Mühle betrieben, sondern beherbergte die 1953/54 gebildete „Station Junger Naturforscher und Techniker“. Hier gab es naturkundliche und technische Arbeitsgemeinschaften der unterschiedlichsten Art für Schülerinnen und Schüler – von der Ornithologie über Pflanzenzucht, Modellbau bis zu Handarbeiten.

Als Mühle war sie eine leistungsfähige Anlage gewesen und hatte als Schneid–, Walk–, Lohstampf–, Öl– und Getreidemühle gedient. Nach Eröffnung der Nordbahn 1877/78 erhielt sie sogar eine eigene Haltestelle, und seit 1904 bot eine Gaststätte auf ihrem Terrain Speisen und Getränke an. Aus diesem Grund wurde die Hinterste Mühle zu einem beliebten Ausflugsziel im Lindetal. Sie stellte erst im April 1953 den Mühlenbetrieb ein. Von den alten Mühlengebäuden ist nichts mehr vorhanden, dafür laden Mühlenteich, Wehr, der schöne Wanderweg durch das Lindetal, Gastronomie und ein ideenreiches Freizeitangebot nach wie vor zu einem Besuch ein. Auf dem Gelände der ehemaligen Hintersten Mühle hat das Sozial– und Jugendzentrum sein Domizil mit Kleintierzoo, Botanischem Garten, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Es bietet das ganze Jahr über vielseitigen Freizeitspaß, Ferienkurse und naturkundliche Bildung an, besonders für Kinder und Jugendliche, aber auch für die gesamte Familie.