Die Pfarrkirche  war ursprünglich Sankt Nikolaus, dem Schutzpatron der Kinder, Schiffer, Kaufleute und Bäcker gewidmet. Seit 1737 tragen Kirchgemeinde und Stadtkirche den Namen „Sankt Marien“. Der stattliche Bau aus dem 14. Jahrhundert ist eine dreischiffige Backsteinhalle von vier Jochen mit einem quadratischen, von den Seitenhallen begleiteten Westturm. Der Turm wurde nach einem Brand 1725 so verkürzt, dass sein Dach jetzt unmittelbar über dem Dachfirst des Langhauses beginnt, was der Kirche ein etwas gedrungenes, dafür aber gemütliches Aussehen gibt. In den Jahren 1877/78 erfolgte eine umfassende Instandsetzung. Die Apsis wurde dabei dem Ostgiebel angesetzt. Sie schließt mit einer geraden Ostwand ab. Der älteste Teil des heutigen Baus ist die an der Südwestseite angebaute Kapelle. Sie stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Gruft diente der ansässigen bekannten Familie von Maltzan im ausgehenden Mittelalter als Grablege. Sie ist wieder einsehbar gemacht worden und beherbert sieben Särge, der älteste aus dem 15. Jahrhundert.
Das Innere der Kirche wird von einem schönen Kreuzrippengewölbe über Achteckpfeilern dominiert. Die gesamte Innenausstattung (Kanzel, Orgel, Empore, Gestühl) geht auf die genannte Sanierung im 19. Jahrhundert zurück. Sie ist komplett erhalten, wurde erst kürzlich erneut saniert und ist jetzt - seit dem Abschluss der Sanierung 2009 - ein attraktives Anschauungsobjekt für die lange Zeit als verpönt geltende Neogotik des 19. Jahrhunderts. An der Ostseite der Kirche steht das Denkmal für eine bedeutende Persönlichkeit der Stadt – für den Dichter Johann Heinrich Voss (1751-1826).