Die Sankt Petri–Kirche wurde von der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert an bis ins 14. Jahrhundert hinein erbaut. Im 15. Jahrhundert erfuhr sie Erweiterungen, u.a. durch drei zweigeschossige Kapellenanbauten an der Südseite. Sankt Petri ist eine stattliche Backsteinhallenkirche mit mächtigem quadratischen Westturm. Der Turm besitzt ein reich profiliertes Portal. Die Haube auf dem Turm stammt aus dem Jahr 1773 und wurde 1962 erneuert. Das vierjochige Hallenschiff ruht auf getreppten Strebepfeiler und wird durch schmale spitzbogige Fenster erhellt. Im Inneren tragen achtseitige Pfeiler ein Kreuzrippengewölbe, im Chor zu einem Sternrippengewölbe verfeinert. Die zwischen 1863 und 1865 stattgefundene Renovierung leitete der preußische Architekt und Baumeister Friedrich August Stüler. Die älteste Kostbarkeit ist der Taufstein vom Anfang des 13. Jahrhunderts, die schönste ein prächtiger Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert. Dieser Flügelaltar zeigt – geöffnet – im Schrein den auferstandenen Christus. An seiner Seite knien zwei Figuren. Es wird vermutet, dass es sich um die Stifter des Altars handelt. Auf dem größeren Relief darüber sind die fürbittende Maria und Christus als Herr der Welt dargestellt. 40 weitere geschnitzte Figuren stellen Apostel, Evangelisten, Kirchenväter und andere Männer und Frauen dar, die sich in den Dienst der Kirche stellten oder als Bekenner des christlichen Glaubens den Märtyrertod starben. Die Predella stellt Passionsszenen dar. Wertvolle Tafelbilder schmücken den Altar von außen. Das vierteilige Chorgestühl besitzt reiches geschnitztes Maßwerk mit Figuren und Weinranken. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die wunderbaren Glasfenster mit ihren wertvollen Malereien gehen auf die Sanierung der Kirche von 1863–65 zurück. Die Grüneberg–Orgel wurde in den letzten Jahren saniert und erklingt jetzt wieder zum Gottesdienst, zu kirchlichen Feiern und zu Konzerten