Sie war früher die Kirche des Franziskanerklosters in Neubrandenburg und dient heute als evangelische Stadtkirche. An die erste Kirche aus der Entstehungszeit des Klosters erinnert jetzt nur noch das Feldsteinmauerwerk in der Nordseite, sonst stammt der frühgotische Backsteinbau aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Brände und die dadurch notwendig gewordenen Ausbesserungsarbeiten hinterließen viele Spuren am Bauwerk. Mit der Säkularisation des Klosters kam die Kirche 1567 in die Hand der Stadt. Wesentliche Umbauten brachte das 19. Jahrhundert mit sich (1803, 1864,1887). Beispielsweise musste beim Ausbau der Eisenbahnstraße (1864), die von der Stadtmitte auf den entstehenden Bahnhof zuführte (heute Stargarder Straße), der Langchor an der Ostseite eingekürzt werden. Mit der Restaurierung zwischen 1891 und 1894 entstand im Wesentlichen das heutige Bild. Der Ostgiebel und die westliche Giebelwand wurden neu gestaltet, die Zwerchhäuser auf dem nördlichen Seitenschiff und ein neuer Dachreiter aufgesetzt. Das stimmungsvolle Innere der Kirche wird vom schönen, mit schwarzen Rankenmustern geschmückten Kreuzrippengewölbe dominiert. Es ruht auf Achteckpfeilern. Die weiteren Elemente der Innenausstattung (Flügelaltar, Kanzel, Gestühl, Bildnisse, spätmittelalterliche Grabsteine, farbige Glasfenster) verkörpern die verschiedensten Stilrichtungen zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert. Von 1976 bis 1980 wurden erneut Sanierungs– und Gestaltungsarbeiten durchgeführt, ebenso 2007 /2008.

Die neue Schuke–Orgel füllt seit Anfang der 1990er Jahre mit ihrem vollen Klang nicht nur beim Gottesdienst die Halle, sondern ebenso bei Abendkonzerten und oft auch bei kürzeren mittäglichen Andachten.