Anfang der 40er Jahre des 18. Jahrhunderts brannte fast das gesamte Dorf Weisdin (1387 erstmals urkundlich erwähnt) nieder. Das gab dem Gutsherren Gotthard Karl Friedrich von Peckatel (1715–1773) die Möglichkeit, eine neue Gutsanlage im Stil des Jahrhunderts als symmetrische Anlage errichten zu lassen. Peckatel hatte 5 Töchter, aber keinen männlichen Erben, deshalb verkaufte er 1763 alle seine Güter an den regierenden Neustrelitzer Herzog.

Den südlichen Abschluss der Hauptachse bildetet das Hauptgebäude des Schlosses, den gegenüberliegenden nördlichen die achteckige Dorfkirche. Die Hof– und Wirtschaftsgebäude rahmten die östlichen und westlichen Seiten des Gutshofes ein. Dieses Bild finden wir noch heute vor. Allerdings wird der Verkehr auf der Bundesstraße 96, welche die Anlage zerschneidet, den Blick dafür oft verstellen.

Das Schloss selbst wurde 1749 erbaut. Es ist ein barocker, zweigeschossiger Putzbau, der in seinen wesentlichen äußeren Formen bis heute erhalten blieb. Er war wegen seiner reichen Schnitz– und Stuckarbeiten in den Innenräumen bekannt, die heute noch – zumindest teilweise – zu bewundern sind. In DDR–Zeiten hatte die Nutzung als Schule, Wohnhaus, Gaststätte und Kulturhaus manchen Schandfleck hinterlassen.

Die neuen Privateigentümer ließen von 1998 an umfangreiche Sanierungsarbeiten durchführen, so dass sich der Bau nun in gutem Zustand zeigt. Das Gutshaus wird heute als privates Wohnhaus genutzt.