Der kleine Ort in seiner beneidenswerten Lage am Ufer der Lieps besitzt gleich zwei Schlösser – das alte Herrenhaus in der Gutsanlage und das „Neue Schloss“. Ersteres wurde zwischen 1680 und 1706 als Fachwerkhaus erbaut und erfuhr vielerlei Umbauten. Es ist ein elfachsiger schlichter Putzbau mit zwei Geschossen und heute am rundbogigen Fenster über der Tür zu erkennen. Nun steht er seit längerem leer, was dem alten Gebäude natürlich nicht bekommt. 1795 ging Prillwitz in herzoglichen Besitz über. Das alte Schloss wurde zeitweise Sommerresidenz und war ein attraktiver Platz für die Sommerfeste der Herzöge bzw. Großherzöge aus Neustrelitz.

Einer historischen Karte aus dem Jahr 1760 ist zu entnehmen, dass zum Schloss ein größerer Barockgarten gehörte.Vor über einhundert Jahren, genauer von 1888 bis 1893, wurde auf diesem Gartengelände das Neue Schloss, ein Jagdschloss für die Familie des Erbgroßherzogs Adolf Friedrich V. (1848–1914), durch den Baumeister und Architekten Eugen Müschen errichtet. Das Gut gehörte seit 1882 dem Erbgroßherzog.

Das neue Haus besaß an seinem Westgiebel einen Turm mit Spitzdach, von welchem aus man sicher einen weiten Blick über die schöne Umgebung des Ortes genießen konnte. Dieser Turm fehlt heute dem roten Gebäude aus Hartbrandziegeln und Eckquadern aus Sandstein. Seine Innenausstattung aber bietet noch mancherlei Originalzierrat (Holztäfelungen, Schnitzwerk).
Nach Kriegsende 1945 wirtschaftete das Gut erst einmal für die Rote Armee, dann zogen Flüchtlinge und Vertriebene in Gut und Schlösser ein. Später diente das Jagdschloss als Ferienheim des Energiekombinates Neubrandenburg und wurde dadurch vor dem Verfall gerettet. Nach 1990 privatisiert, wird es heute als Hotel mit Gaststätte genutzt. Im kleinen Landschaftspark aus der Bauzeit des Jagdschlosses gedeihen noch einige stattliche ausländische Gehölze, vor allem aber einheimische Bäume und Blütensträucher.