Die Sanierung des zweigeschossigen Gutshauses aus Fachwerk geht nur langsam voran. Hinter seinen Mauern wird vor Jahrhunderten manch` bedeutungsvolles Gespräch geführt worden sein. Im großen, an beiden Seiten in einem Bogen geschlossenen Saal versammelte sich Ende des 18. Jahrhundert eine Freimaurerloge, denn der Gutsherr, Georg Christoph von Röpert, war wie sein Landesherr, der Herzog Carl II. von Mecklenburg–Strelitz (1741–1816), eifriger Freimaurer. Er nahm 1778 eine junge Frau, Christiane Louise von Rudolphi (1754–1811), als Erzieherin seiner Kinder in die Familie auf. Der späteren Schriftstellerin und Pädagogin ist im Gutspark ein Gedenkstein gewidmet.

Das Innere des Hauses und der Saal besaßen Ausschmückungen im Rokoko– bzw. Zopfstil, die aber in der Mitte des 19. Jahrhunderts schon verändert wurden. Reste eines noch älteren Herrenhauses aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg sollen damals noch vorhanden gewesen sein, beispielsweise dessen gewölbte Kellerräume.

Immer wieder wechselten die Besitzer des Gutshauses. Die letzten Eigentümer, eine Familie Grisebach, flohen 1945 vor der anrückenden Roten Armee. Im Haus wurden Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht, dann nutzten es die Gemeinde für Wohnungen und die LPG, u.a. für Feste und Feiern. Auch die Gemeindebibliothek hatte hier ihr Domizil. Nach 1990 erhielt ein Enkel des letzten Besitzers das Haus zurück und begann inzwischen mit der Sanierung. Zum Haus gehörte ein Park, von welchem heute nur noch ein alter Eibenbestand und eine Hainbuchenallee erwähnenswert sind.