Nach dem Tod Niklots, des bedeutenden Fürsten der Slawen, im Jahr 1160 und der letzten großen militärischen Auseinandersetzung zwischen dem Sachsenherzog Heinrich dem Löwen und dem Slawenheer bei Verchen am Kummerower See (1164) war der Weg endgültig frei für die Christianisierung der heidnisch gebliebenen slawischen Länder zwischen Tollense und Peene. Der siegreiche Sachsenherzog sicherte seine politische Macht mit diplomatischen Schachzügen ab, indem er slawischen Fürsten, seine ehemaligen Gegner, in den sächsischen Lehnsverband aufnahm. Den Widerstandswillen der Slawen  für immer zu brechen, konnte aber nur gelingen, wenn die slawische Identität untergraben würde. Eine Schlüsselrolle übernahm dabei die christliche Kirche. Die bedeutendsten christlichen Orden sandten nun verstärkt ihre Mitglieder, Mönche wie Nonnen, in die eroberten Gebiete und ließen neue Klöster errichten. Die Kirche setzte nicht mehr, wie in den zwei Jahrhunderten zuvor, auf die Vertreibung oder sogar Ausrottung der Slawen, sondern auf ihre Bekehrung. Und dieses Konzept hatte letztendlich Erfolg. Es begann eine Phase des deutschen Landausbaus und der Besiedelung, die vergleichsweise friedlich verlief. Die ansässige slawischen Bevölkerung wurde dabei allmählich integriert. Davon zeugt u.a. das Nebeneinander von alten slawischen Siedlungen und von neuen deutschen Dörfer wie wir es beispielhaft in Klein Nemerow (früher Wendisch-Nemerow) und Groß Nemerow vorfinden. Wie die Angehörigen der christlichen Orden brachten auch die einwandernden deutschen Bauern, Handwerker Kaufleute, Händler oder Ritter fortgeschrittene Produktionsmethoden und eine entwickelte feudale Lebensweise mit. Es begann ein großes Aufbauwerk mit Stadt- und Dorfgründungen, Mühlenbau, Ackerbau und Viehzucht, Garten- und Weinbau usw. Programmatisch formulierte der Zisterzienser-Orden den Weg : „Ora et labora“ ( Bete und arbeite). Die in dieser Phase entstandenen und bis heute erhalten gebliebenen Kirchen und Stadtbefestigungenvermitteln uns noch heute eine gewissen Vorstellung von der Vitalität des Lebens jener Tage. Von den am Ende des 12. und im Laufe des 13. Jahrhunderts entstandenen Klöstern im Tollensegebiet gibt es nur noch wenige sichtbare Zeichen, meist nur bewachsene Hügel mit Mauerresten. Die Reformation, die ab 1549 auch in Mecklenburg wirksam wurde, beendete das katholische Klosterleben. Der kirchliche Besitz wurde durch die weltlichen Herren eingezogen (säkularisiert), die Klöster in den meisten Fällen in herzogliche Ämter umgewandelt. Das betraf das  in Broda und das Zisterzienser-Nonnenkloster in Wanzka. Etwas anders verlief die Geschichte des Franziskaner-Klosters in Neubrandenburg. Auch der Klosterberg in Altentreptow erzählt so eine alte Klostergeschichte.