Der Maler und Illustrator Ernst Lübbert (1879–1915) verbrachte zwei Jahre seines kurzen Lebens in Neubrandenburg. Er wurde in Warin bei Sternberg geboren, besuchte in Stavenhagen die Bürgerschule, dann eine private Knabenschule und wechselte 1894 an das Neubrandenburger Gymnasium, welches er 1896 als Siebzehnjähriger verließ. Seine künstlerische Ausbildung in Berlin verlief sehr erfolgreich, so dass ihm mit Hilfe von Stipendien und Preisen auch Auslandsaufenthalte möglich waren. Im August 1914 wird er zum Kriegsdienst eingerufen. Er verstirbt schon ein Jahr später an einer Schussverletzung, die er sich bei Grodno am Njemen zuzog.

Lübbert galt als talentierter und hoffnungsvoller Landschaftsmaler, Genremaler, Porträtist und Karikaturist. Der Gedenkstein wurde 1934 vor allem durch Initiative des Neubrandenburger Gymnasiums gesetzt, 1994 saniert und mit der Kopie eines Jahrzehnte lang verloren geglaubten Bronzereliefs komplettiert. Der Stein steht gut sichtbar an der Einmündung der Großen Wollweberstraße in den Friedrich–Engels–Ring auf den Wallanlagen.