Am Burgholz, einem Bruchwald im Nordosten Neubrandenburgs, liegt das Wohngebiet Monkeshof. Von hier aus ist der etwas versteckt im Wald liegende slawische Burgwall, die Ravensburg, sehr schnell zu erreichen. Seine noch heute gut ausgeformten, respektablen Wälle, teilweise 2–3 m hoch, umschließen zwei Vorburgen und eine Hauptburg. Der Wall stammt aus dem 7. Jahrhundert und wurde im 9. Jahrhundert zerstört. Die Anlage bot den Einwohnern der umliegenden slawischen Siedlungen bei Gefahr Schutz und – auf einer trockenen Sandscholle in der sumpfigen Datzeniederung gelegen – einen geeigneten Unterschlupf. Seit Friedrich Lisch (1801–1883), der bedeutende mecklenburgische Archäologe und Historiker, 1839/40 die ersten Grabungen hier vornahm, sind Forscher dem Burgwall immer wieder einmal mit Spaten und Spachtel zu Leibe gerückt. Sie brachten reiches Fundmaterial zu Tage und konnten belegen, dass die Hauptburg über einen längeren Zeitraum von Slawen bewohnt war.