Südlich des Dorfes, auf einem langen Höhenrücken gelegen, der sich zwischen 10 und 25 m über den Spiegel des Mittelsees erhebt, erzählen Reste von Feldsteinmauern und Fundamenten eine alte Burggeschichte. Auf dem „Schlossberg“ – so lautet der Flurname der Örtlichkeit – stand eine weitere Burg der von Peccatels, eines der ältesten und einflussreichsten adligen Geschlechter der Gegend. Im Jahr 1328 wird die Burg bzw. das Schloss zum ersten Mal urkundlich erwähnt.Wann genau und wodurch der Wohnsitz zerstört oder aufgegeben wurde, ist nicht bekannt. Heute ist das Areal von Jahrzehnte altem Aufwuchs wieder befreit und präsentiert sich in einem besuchenswerten Zustand. Auf einem von einer Ringmauer umgebenen größerem Plateau befinden sich mehrere Fundamente von Gebäuden und Mauerreste von einem Wohnturm. Ein tiefer Graben trennt die südlich vorgelagerte Vorburg. Die Anlage liegt an einem empfehlenswerten Wanderweg, der am Mittelsee entlang bis nach Blumenhagen und von dort weiter bis in das Waldgebiet Zechow führt. Eröffnet wird der Weg im Ort Weisdin von der prächtigsten Eichenallee im Umkreis.

In Weisdin sich umzusehen, lohnt noch aus anderen Gründen. Hier gibt es eine interessante, gut erhaltenen Gutsanlage mit neuem Schloss bzw. Herrenhaus und eine der schönsten Dorfkirchen der Region, ein barocker Bau in achteckiger Form.