Im 13. Jahrhundert wurde vom alten Geschlecht der von Peccatels eine Burg errichtet, die bis ins 16. oder 17. Jahrhundert bestand. Die Burgstelle, der heutige Schlossberg südlich vom Friedhof gelegen, hieß eine Zeit lang „Rhetrer Berg“ und deutete damit den Bezug des Ortes Prillwitz zum slawischen Heiligtum Rethra an. Zwar steht der letzte Beweis für den Platz des slawischen Tempels noch aus, doch jahrelange engagierte Grabungsarbeit des Neubrandenburger Regionalmuseums brachte auf jeden Fall die Existenz einer bedeutungsvollen slawischen Siedlungskammer um Prillwitz zum Vorschein.

Frühere Landschaftsgestalter gaben dem das Aussehen eines „Schneckenberges“. Ein Spazierweg „ringelte“ sich wie die Zeichnung auf einem Schneckenhaus an den Hügelhängen empor bis zur Spitze. Auf dem Plateau gab es seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Aussichtsturm, dessen Reste erst nach 1950 beseitigt wurden. Er bot sicher einen schönen Rundblick über die malerische Landschaft am Ufer der Lieps. Heute ist das Gelände von Gestrüpp und anderem Wildwuchs einigermaßen befreit. Es zeigen sich Fundamentreste, Wälle und Gräben sowie eine den Weg begleitende Lindenanpflanzungen.

Der Spazierweg zweigt von einer stattlichen Kastanienallee ab, die mit dem Bau des neuen Schlosses in Prillwitz angelegt wurde. Die Allee beginnt direkt am Ortseingang, wenn man aus Richtung Wendfeld bzw. Hohenzieritz kommend das Dorf Prillwitz erreicht.