Am nördlichen Stadtrand liegt die wichtigste touristische Attraktion der Kleinstadt Penzlin – die „Alte Burg“ mit dem Hexenkeller. In den düsteren, feuchten Verliesen wird vorstellbar, welche furchtbaren Torturen die als Hexen denunzierten Frauen erleiden mussten.
Magie und Hexenverfolgung in Mecklenburg sind die Hauptthemen des heutigen Museums, doch auch dem Wirken des in Penzlin geborenen Dichters Johann Heinrich Voß (1751-1826) ist ein Ausstellungsteil gewidmet. Die Existenz der Alten Burg ist seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen. Sie war Teil der Stadtbefestigung und im Mittelalter Sitz streit– und rauflustiger Herren. Die enge Verbindung zur Stadt bewirkte, dass die Burg stets bewohnt blieb; daraus resultierten diverse Umbauten, so dass heute von den ursprünglichen Gebäuden kaum noch etwas vorhanden ist. Die neuesten Sanierungsarbeiten zwischen 1992 und 1994 veränderten das Erscheinungsbild der Anlage wieder erheblich. Gleich nebenan befindet sich die sogenannte „Neue Burg“ – das Herrenhaus derer von Maltzan, die seit 1414 beinahe ununterbrochen in Penzlin ansässig waren. In diesem herrschaftlichen Wohnhaus residierten die von Maltzans von 1816 bis 1929. Es steht auf dem Gelände eines durch seine Ausmaße imponierenden slawischen Burgwalls.

In dem in den 1990er Jahren sehr ansprechend sanierten Burgareal gibt es ein beliebtes Burgrestaurant (www.burgrestaurant-penzlin.de).