Dieses wuchtige Bauwerk stammt in seinen ältesten Teilen aus der Herrschaftszeit der brandenburgischen Markgrafen und Städtegründer Johann I. und Otto III. Die Fürsten waren 1236 durch den Vertrag von Kremmen in den Besitz der Länder Stargard, Beseritz und Wustrow gekommen. Die Burg Stargard wurde zum Mittelpunkt der Verwaltung und Verteidigung des neuen markgräflichen Besitzes. Damals wie heute grüßt der Burgturm weit ins Land. Wer oben auf seinem Zinnenkranz in die Runde schaut, kann, gute Sicht vorausgesetzt, bis zu 30 km weit blicken.

Das war aber nicht immer so. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert brannte der Bergfried aus und war dem Verfall preisgegeben. Erst von 1821 an wurde sein Wiederaufbau unter der Regie des Hofbaurates F.W. Buttel (1796-1869) in Angriff genommen. Dabei erhielt das Bauwerk seine heutige Gestalt. Buttel ließ allerdings einen Zugang zu ebener Erde durchbrechen, der jetzt nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Mit einer erneuten Sanierung des Bauwerks nach 1990 wurde der Zugang wieder an seinen früheren Platz in halber Höhe des Turms verlegt. Über eine modernen Stahltreppe gelangt heute der Besucher in das Innere des Bergfrieds, kann ihn bis zum genannten Zinnenkranz besteigen oder einen Blick in eines der tiefsten Burgverliese in Deutschland werfen. Der Sockel des Turms besteht aus behauenen Feldsteinen (Granit), das weitere Bauwerk aus Backstein. Der Durchmesser des runden Turms beträgt unten 11,80 m; seine Mauern sind an dieser Stelle 3,90 m stark. Nach oben verjüngt sich das Mauerwerk des Turms über vier Geschosse bis auf rund 2 m. Mit der Turmspitze ist er 37 m hoch.

Achtung: Momentan sind das Hotel und die Gaststätte "Alte Münze" auf der Burg Stargard geschlossen!

Wenn Sie sich für den weiteren Erhalt dieses herausragenden Kulturdenkmals in Norddeutschland engagieren möchten, wenden Sie sich bitte an den "Förderverein Höhenburg Stargard e.V.":  
                                       http://www.förderverein-höhenburg-stargard.de/default.html