Das geomorphologisch so vielgestaltige Nemerower Holz war im 19. Jahrhundert und auch noch im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts ein beliebter Platz für sommerliche Lustbarkeiten: Vogelschießen, Strandpartien oder Einkehr in der Restauration „Hieronymus“. Da war nur eine Frage der Zeit und der Initiative, dass auf exponierten Platz auf dem Hohen Ufer mit dem Flurnamen „Behms Höhe“ ein Aussichtsturm errichtet wurde. Er wurde aus privaten Spenden und Geldsammlungen finanziert und 1905 eingeweiht.Der über 30 m hohe Aussichtsturm wurde auf einer Geschiebemergelklippe erbaut, die steil zum Tollense-See hin abfällt. Die Höhe liegt +57 m über NN, damit rund 42 m über dem See. Hat man die 111 Stufen bis zur oberen Plattform erklommen, bietet sich ein wundervoller Rundblick über den Tollensesee und auf die Stadt Neubrandenburg. Nach 1945 lag er wie das gesamte Nemerower Holz in einem militärischen Sperrgebiet. Der Turm erfiel. Als das schöne Ausflugsgebiet nach 1990 wieder zugänglich wurde, gab es sehr bald Anstrengungen, den Turm zu sanieren. Sein stabiles Mauerwerk hatte fast ein halbes Jahrhundert lang Wind, Regen und manch anderen Anfechtungen getrotzt. Wieder stellten die Bürger der Stadt – und ihre Gäste - auch private Geldmittel zur Verfügung. Genau 90 Jahre nach seiner ersten Eröffnung, seit dem 8. Juli 1995, lädt seine Wendeltreppe wieder zum Aufstieg ein.

Video: Dr. Ernst Boll am "Hohen Ufer"
In diesem Jahr  (2015) feiert der Aussichtsturm Behmshöhe im Nemerower Holz am Tollensesee sein 110-jähriges Jubiläum.
Aus diesem Anlass haben die Neubrandenburger Wanderfreunde e.V. angeregt, das Stadtwappen an einem alten, dafür vorgesehen Platz am Turm anbringen zu lassen.  Oberbürgermeister Silvio Witt dankt den Wanderfreunden für diese Idee.

 Besuchern steht der Aussichtsturm Behmshöhe saisonal  vom 1. April bis 15. November täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr offen.