Nicht im Dorf, sondern ein ganzes Stück entfernt, am ehemaligen Forsthaus Zachow direkt am Nonnenbach gelegen, erinnert ein von Bewuchs und Schutt befreites Denkmal an die interessante Geschichte dieses romantischen Wohnplatzes. Hier war einmal eine Papiermühle in Gang, die nicht nur eine Familie ernährte, sondern auch dem Ländchen Mecklenburg–Strelitz Geld einbrachte. Die Wanzkaer Papiermühle so hieß sie seinerzeit – kam so richtig in Schwung, als im Jahr 1802 der herzogliche Schutzjude Carl Moses Lemelson den Betrieb erwarb und in kurzer Zeit die Anzahl der Beschäftigten von 20 auf 50 erhöhen konnte. Das hier produzierte hochwertige handgeschöpfte Papier aus Lumpen war sogar in den Nachbarländern gefragt. Bis 1861 blieb die Papierfabrik im Besitz der Familie. Die Kinder von Carl Moses Lemelson und seiner Frau Albertine ließen im Andenken an ihre tüchtigen Eltern auf einer kleinen Insel im Nonnenbach eine Denkmalsanlage gestalten. Auf dem Rondell stehen heute noch der Sockel des Denkmals mit seinen Beschriftungen und sechs im Kreis gepflanzte Linden. Die Inschriften lauten: „Carl Moses Lemelson, geb. d. 14. May 1747, gest. d. 2. Nov. 1829“ und „Albertine Lemelson geb. Bacher, geb. d. 7. July 1757, gest. d. 18. Oct. 1835”. Auf dem Sockel soll früher eine Figur gestanden haben.