Unmittelbar neben der Vierrade–Mühle am Beginn der Jahnstraße steht ein Denkmal für Friedrich Ludwig Jahn (1778–1852). Diese Straße wurde auf dem früheren Neubrandenburger Kuhdamm angelegt, der in die Tollensewiesen und später zum ersten Turnplatz der Stadt führte. Fast könnte man meinen, der Turnvater schaue staunend und überrascht auf die an seinem Sockel vorbei brausenden Fahrzeuge. Vielleicht kommt ihm der Gedanke, dass es manchen dieser Fahrerinnen und Fahrer gut täte, wie er vor 200 Jahren zu Fuß ins Brodaer Holz zu wandern, mit den Kindern im Tollensesee zu schwimmen, zu klettern, zu laufen oder in Wettspielen körperliche Fitness zu trainieren.Das alles unternahm Jahn mit einer Gruppe von Jungen, als er zwischen 1802 und 1804 in Neubrandenburg unter dem Namen „Herr Fritz“ beim Baron LeFort als Hauslehrer tätig war. Er gab in diesen beiden Jahren wichtige Impulse für das Entstehen der vaterländischen Turnbewegung in Mecklenburg–Strelitz.

Am 11. September 1904 wurde das Denkmal der Öffentlichkeit übergeben. Es entstand nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Martin Wolff (1852–1919). Dieser Künstler schuf auch das Fritz–Reuter–Denkmal. Auch im Brodaer Holz erinnert zusätzlich der Jahn-Stein an die inspirierende Persönlichkeit des Turnvaters. Sportstadion und das neue Sportforum in Neubrandenburg tragen ebenfalls seinen Namen.