In der weiträumigen Parkanlage des Schlosses Hohenzieritz gibt es ein berührendes Denkmal.

Der Schlossherr, Herzog Carl II. von Mecklenburg–Strelitz (1741–1816), war kein vom persönlichen Glück verwöhnter Mann. Seinen beiden sehr jung verstorbenen Gattinnen und den fünf verstorbenen Kindern widmete er diesen Gedenkort. Aus der Inschrift spricht die innige Verbundenheit der Familie: „Voran gingt ihr, Geliebte, Eurem Freund. Bald flieht wie Schaum des Lebens Traum und ewig sind wir dort vereint“. Eine allegorische Szene ist dargestellt: eine weibliche Gestalt – die Trauer – schaut hinauf zu einer zweiten weiblichen Figur – der Hoffnung. Diese wendet sich tröstend der Trauer zu und verweist mit der rechten Hand himmelwärts. Auf einer zweiten Schrifttafel sind die persönlichen Daten der Verstorbenen vermerkt.
Das Denkmal ist eine frühe Arbeit von Christian Philipp Wolff (1772–1820) und entstand im Jahr 1798.

Der frühe Tod seiner Tochter Luise (Louise; 1776 –1810) wird ein weiterer schwerer Schicksalsschlag für den Herzog gewesen sein. Sie war seit 1797 preußische Königin. Im Jahr 1810 verstarb sie hier in Hohenzieritz bei einem der wenigen Besuche auf dem Sommersitz des Vaters. 1812/1815 ließ der Herzog in der Nähe des Schlosses einen Gedächtnistempel errichten. Auch diese Erinnerungsstätte entstand nach einem Entwurf von Christian Philipp Wolff, ebenso die Marmorbüste, die früher die Säule im Tempel krönte. Dem Leben und Sterben der Königin Luise wird heute wieder in ihrem als Gedenkstätte gestalteten Sterbezimmer im Schloss gedacht.