Die politischen Umbrüche im 20. Jahrhundert führten u.a. zu gestürzten Denkmalen und damit zu gebrochenen Erinnerungen, denn Denkmale sind Symbole des politischen und kulturellen Gedächtnisses einer Region. Wie das Leben jedes einzelnen nicht frei ist von Widersprüchlichem und Ungereimtem, so ist die Beziehung zu den Berühmtheiten des öffentlichen Lebens von Generation zu Generation verschieden. Manche ihrer Denkmale blieben unverrückbar, andere wurden versetzt oder gar zerstört. Einige kehrten unter veränderten politischem Vorzeichen an ihren alten Platz zurück oder wurden dort wieder neu errichtet. Gelegentlich reichte es, das aufgewachsene Buschwerk zu lichten und die Schriftzüge auf den Steinen zu erneuern. So sagt der Umgang mit diesen Sinnbildern der Vergangenheit vieles über eine bestimmte Zeitepoche aus.